Aufnahme einer Stätte in die "Liste des Erbes der Welt"

 Aufnahme in die "Liste des Erbes der Welt" und das Komitee


Ein Vertragsstaat stellt ein Ansuchen um Aufnahme einer Stätte an das Komitee des Welterbes. Dieses tagt einmal jährlich und hat seinen Sitz in Paris.

Das Komitee besteht aus Staatenvertreterinnen/Staatenvertretern und Expertinnen/Experten aus 21 Ländern: Angola, Australien, Aserbaidschan, Bahrain, Bosnien und Herzegowina, Brasilien, Burkina Faso, China, Kuba, Guatemala, Ungarn, Indonesien, Kuwait, Kirgisistan, Norwegen, St. Kitts und Nevis, Spanien, Tunesien, Uganda, Vereinigte Republik Tansania und Simbabwe.

Das Komitee des Welterbes wird vom Internationalen Rat für Denkmalpflege (ICOMOS) und der Internationalen Naturschutzunion (IUCN) beraten.

Sobald das Komitee eine Stätte als Welterbe anerkennt, wird dieses auf die "Liste des Erbes der Welt" gesetzt.

"Liste des gefährdeten Erbes der Welt" - "Rote Liste"


Wird eine Stätte als besonders gefährdet eingestuft, wird diese Stätte auf die "Liste des gefährdeten Erbes der Welt" eingetragen, auch bekannt als die "Rote Liste". Krieg, Zerstörung, Umweltverschmutzung, Bauvorhaben sowie Naturkatastrophen können Stätten des Welterbes gefährden. Derzeit befinden sich insgesamt 54 der 1.073 Stätten des Welterbes auf dieser Liste.

Streichung von der "Liste des Erbes der Welt"


Sobald eine Stätte des Welterbes nachhaltig beschädigt oder ganz zerstört wurde, wird diese von der Liste gestrichen. Bisher wurden nur zwei Stätten von der Liste gestrichen.

Das Dresdner Elbtal in Deutschland wurde von der Liste gestrichen, weil die Landschaft durch den Bau der Waldschlößchenbrücke zerstört wurde.

Das Arabische Oryx-Wildschutzgebiet in Oman wurde von der Liste gestrichen, weil das Schutzgebiet vom Staat Oman verkleinert wurde.

Rechtsgrundlagen

Stand: 18.04.2018
Hinweis
Abgenommen durch:
HELP-Redaktion
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