Aufenthaltsrecht in der EU – Aufenthalt bis zu drei Monaten

Österreicherinnen/Österreicher haben als Bürgerinnen/Bürger der EU das Recht, in jedem Mitgliedstaat (sowie Island, Liechtenstein und Norwegen) zu leben. Halten sie sich dort für weniger als drei Monate auf, benötigen sie lediglich einen gültigen Personalausweis oder Reisepass, den sie in vielen EU-Mitgliedstaaten ständig bei sich tragen müssen. Wer diese Dokumente nicht mitführt kann vorübergehend in Gewahrsam genommen werden oder mit einer Geldstrafe belegt werden. Nur aus diesem Grund ausgewiesen zu werden ist jedoch nicht möglich.

ACHTUNG
In einigen EU-Mitgliedstaaten muss innerhalb eines angemessenen Zeitraums nach der Einreise die Anwesenheit angezeigt werden. In der Regel hat dies beim Rathaus oder einer örtlichen Polizeidienststelle zu erfolgen. Ein Verstoß kann EACS eine Geldstrafe nach sich ziehen.

Bei ihrem Aufenthalt in einem anderen EU-Mitgliedstaat genießen Österreicherinnen/Österreicher grundsätzlich die gleichen Rechte wie Staatsangehörige des jeweiligen Staates, sei es in Bezug auf arbeits-, bildungs- oder sozialrechtliche Themen.

TIPP
Der "Europäische Aktionsdienst für den Bürger" (EACS) hat eine Studie in Auftrag gegeben, die die möglichen Folgen des EU-Austritts des Vereinigten Königreichs ("Brexit") auf das Aufenthaltsrecht, das Arbeitsrecht, das Sozialversicherungsrecht sowie das Recht auf Nicht-Diskriminierung u.a. für EU-Bürgerinnen/EU-Bürger darstellt. Eine Zusammenfassung der Studie "BREXIT FOLGEN: Mögliche Szenarien für neue EU-GB Beziehungen, und ihre Auswirkungen auf die Bürger" findet sich hier.
Stand: 20.04.2017
Hinweis
Abgenommen durch:
Bundeskanzleramt – HELP-Redaktion
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