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Allgemeine Verhaltensregeln für Radfahrer

Tempolimits

Für Radfahrerinnen/Radfahrer gelten grundsätzlich die gleichen Tempolimits wie für andere Fahrzeuglenkerinnen/Fahrzeuglenker:

  • Im Ortsgebiet maximal 50 km/h
  • Auf Freilandstraßen maximal 100 km/h

Wenn ein Verkehrsschild auf eine Geschwindigkeitsbeschränkung hinweist, dann ist diese genauso von Radfahrerinnen/Radfahrern einzuhalten (z.B. Zone 30 im Ortsgebiet).

ACHTUNG
Bei der Annäherung an ungeregelte Radfahrerüberfahrten gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 10 km/h.

Vorfahren bei Kreuzungen

Haben Fahrzeuge vor Kreuzungen, Straßenengen, Eisenbahnübergängen und dergleichen angehalten, dürfen einspurige Fahrzeuge (Fahrräder, Mopeds, Motorräder etc.) neben oder zwischen den angehaltenen Fahrzeugen vorfahren, um sich weiter vorne aufzustellen.

Dieses "Vorschlängeln" ist unter folgenden Voraussetzungen erlaubt:

  • Die Fahrzeuge müssen angehalten haben. Wenn sie sich bewegen, ist das Vorbeifahren verboten.
  • Für das Vorfahren muss ausreichend Platz vorhanden sein.
  • Fahrzeuge, die abbiegen wollen, dürfen durch das Vorfahren nicht behindert werden.

Nebeneinanderfahren

Radfahrerinnen/Radfahrer dürfen auf Radwegen, in Fahrradstraßen, in Wohnstraßen, in Begegnungszonen und auf sonstigen Straßen mit öffentlichem Verkehr bei Trainingsfahrten mit Rennfahrrädern nebeneinander fahren. Beim Nebeneinanderfahren muss immer der äußerste rechte Fahrstreifen benützt werden. In Fußgängerzonen dürfen Radfahrer nebeneinander fahren, wenn das Befahren der Fußgängerzone mit Fahrrädern erlaubt ist.

Abstellen von Fahrrädern

Fahrräder müssen so aufgestellt werden, dass sie nicht umfallen oder den Verkehr behindern können.

Ist ein Gehsteig mehr als 2,5 m breit, dürfen Fahrräder auch dort abgestellt werden. Es ist aber zu empfehlen, einen Fahrradabstellplatz zu benutzen, wenn sich einer in der unmittelbaren Nähe befindet. Auf einem Gehsteig sind Fahrräder platzsparend so aufzustellen, dass Fußgängerinnen/Fußgänger nicht behindert und Sachen nicht beschädigt werden.

Im Haltestellenbereich öffentlicher Verkehrsmittel dürfen Fahrräder nicht abgestellt werden, außer wenn dort ein Fahrradabstellplatz vorhanden ist.

Rücksichtnahmegebot

Radfahrerinnen/Radfahrer sind – so wie alle anderen Verkehrsteilnehmerinnen/Verkehrsteilnehmer auch – zu defensivem Fahren, insbesondere zu ständiger Vorsicht und gegenseitiger Rücksichtnahme verpflichtet.

Telefonieren

Telefonieren während des Radfahrens ohne Benützung einer Freisprecheinrichtung ist verboten.

Alkohollimit

Für Radfahrerinnen/Radfahrer gilt ein Alkohollimit von 0,8 Promille (0,4 mg Alkohol je Liter Atemluft).

Seit 1. September 2009 gelten folgende Strafsätze bei Übertretung des Alkohollimits:

Strafgrund

Betrag in Euro

Ab 0,8 Promille (0,4 mg/l Atemluft)

800 bis 3.700

Ab 1,2 Promille (0,6 mg/l Atemluft)

1.200 bis 4.400

Ab 1,6 Promille (0,8 mg/l Atemluft)

1.600 bis 5.900

Verweigerung des Alkotests

1.600 bis 5.900

Wer in einem durch Drogen beeinträchtigten Zustand Fahrrad fährt, muss mit einer Strafe zwischen 800 Euro und 3.700 Euro rechnen.

ACHTUNG
Bedenken Sie, dass Rad fahren in alkoholisiertem Zustand ein Hinweis auf mangelnde Verkehrszuverlässigkeit sein kann. Stellt die Behörde mangelnde Verkehrszuverlässigkeit fest, kann Ihnen Ihr Kfz-Führerschein entzogen werden.
Stand: 01.01.2016
Hinweis .
Abgenommen durch:
Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie

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