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Ankauf und Haltung von Haustieren

Am 1. Jänner 2005 ist das bundeseinheitliche Tierschutzgesetz in Kraft getreten. Es folgten Novellierungen dieses Gesetzes in den Jahren 2007, 2008, 2010, 2012 und 2013.

Daraus ergeben sich folgende Änderungen für den Ankauf und die Haltung von Haustieren:

  • Hunde und Katzen dürfen in Zoofachgeschäften und anderen gewerblichen Einrichtungen, in denen Tiere verkauft werden, nicht mehr zu Verkaufszwecken ausgestellt werden. Eine Haltung ist möglich, jedoch wird dafür eine behördliche Bewilligung benötigt. Zur Erlangung einer solchen Bewilligung müssen die betroffenen Zoofachgeschäfte einen Betreuungsvertrag mit einer Tierärztin/einem Tierarzt vorweisen können.
  • Tierquälerei ist laut Gesetz ausdrücklich verboten und liegt dann vor, wenn einem Tier ungerechtfertigt Schmerzen, Leiden oder Schäden zugefügt werden bzw. ein Tier in schwere Angst versetzt wird.
  • Schmerzen verursachende Halsbänder (wie etwa Stachelhalsbänder, Korallenhalsbänder) oder elektrisierende sowie chemische Dressurgeräte dürfen nicht verwendet werden.
  • Bei der Ausbildung von Diensthunden der Sicherheitsbehörden oder des Bundesheeres dürfen Korallenhalsbänder von besonders geschulten Leuten – unter Wahrung der Verhältnismäßigkeit – verwendet werden.
  • Hunde dürfen nicht mehr – auch nicht vorübergehend – an einer Kette oder in sonst einem angebundenen Zustand gehalten werden. Das kurzzeitige Anbinden eines Hundes vor einem Geschäft (z.B. beim Einkauf) ist jedoch erlaubt.
  • Grundsätzlich verboten sind Eingriffe an Tieren, die nicht therapeutischen oder diagnostischen Zwecken oder der fachgerechten Kennzeichnung dienen. Insbesondere sind zum Beispiel das Kupieren von Schwänzen und Ohren und das Entfernen von Krallen oder Zähnen verboten.
  • Ebenfalls ist es verboten, ein Heim- oder Haustier oder ein gehaltenes nicht heimisches Wildtier auszusetzen.
  • Die grundlose Tötung von Tieren ist ausdrücklich verboten. Zum Zweck der Ausbildung an wissenschaftlichen Einrichtungen ist eine Tötung nur dann erlaubt, wenn sie für den angestrebten Zweck unbedingt notwendig ist und nicht durch alternative Methoden ersetzt werden kann.
HINWEIS

Zur Haltung von Tieren ist jede/jeder berechtigt, die/der zur Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen in der Lage ist sowie über die erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügt.  

Voraussetzung ist, dass die Tiere entsprechend betreut und ihren Bedürfnissen gemäß gehalten werden. Zu beachten sind vor allem die folgenden Faktoren:
  • Verfügbares Platzangebot
  • Bewegungsfreiheit
  • Bodenbeschaffenheit
  • Bauliche Ausstattung der Unterkünfte
  • Klima
  • Licht
  • Temperatur
  • Betreuung
  • Ernährung
  • Möglichkeit zu entsprechenden sozialen Kontakten mit anderen Tieren
ACHTUNG

An Minderjährige unter 14 Jahren dürfen Tiere ohne Einwilligung der Erziehungsberechtigten/des Erziehungsberechtigten nicht abgegeben werden.  

TIPP
Die Registrierung in der Heimtierdatenbank ist Pflicht. Bitte überprüfen Sie ob Ihr Hund schon registriert ist!

Rechtsgrundlagen

Stand: 01.07.2016
Hinweis .
Abgenommen durch:
Bundesministerium für Gesundheit und Frauen

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