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Widerruf eines Testaments

Testamente sind einseitige letztwillige Anordnungen und können im Gegensatz zu Erbverträgen jederzeit abgeändert oder widerrufen werden.

Die Abänderung oder der Widerruf kann folgendermaßen erfolgen:

  • Ausdrücklich in Testamentsform
  • Stillschweigend durch die Errichtung eines neuen Testaments (ohne Erwähnung des alten)
  • Durch Vernichten der Urkunde (z.B. Zerreißen, Verbrennen, Durchstreichen)

Der sicherste Weg ist der Widerruf in Testamentsform. Dies ist vor allem zu empfehlen, wenn sich das zu widerrufende Testament in Händen der Erbin/des Erben befindet, die/der nun durch eine andere/einen anderen ersetzt werden soll.

Der Widerruf sollte auch im Zentralen Testamentsregister der Österreichischen Notariatskammer oder im Testamentsregister der österreichischen Rechtsanwälte des Österreichischen Rechtsanwaltskammertages eingetragen werden.

ACHTUNG

Sollte das Testament in mehreren Gleichschriften errichtet worden sein, müssen alle Originale vernichtet werden.

Ihr letzter Wille sollte immer in einer einzigen Testamentsurkunde zusammengefasst sein. Errichten Sie möglichst keine Gleichschriften, die Sie anderen Personen aushändigen, da für den Fall des Widerrufs leicht auf eine solche Gleichschrift vergessen wird.

TIPP
Es genügt die Errichtung eines Originals, welches bei einer Notarin/einem Notareiner Rechtsanwältin/einem Rechtsanwalt oder bei Gericht verwahrt und im Zentralen Testamentsregister der Österreichischen Notariatskammer oder im Testamentsregister der österreichischen Rechtsanwälte des Österreichischen Rechtsanwaltskammertages registriert werden sollte. So ist das Testament sicher aufbewahrt, kann nicht unterschlagen werden und ist auch jederzeit problemlos abänderbar.
Stand: 04.01.2016
Hinweis .
Abgenommen durch:
Österreichische Notariatskammer

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