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Checkliste − Beruf und Finanzielles vor der Geburt eines Kindes

Meldung an die Arbeitgeberin/ den Arbeitgeber

Die Arbeitnehmerin muss

  • ihre Schwangerschaft und den voraussichtlichen Geburtstermin der Arbeitgeberin/dem Arbeitgeber unmittelbar nach dem Bekanntwerden mitteilen
  • auf Verlangen der Arbeitgeberin/des Arbeitgebers eine ärztliche Bescheinigung über das Bestehen der Schwangerschaft und den voraussichtlichen Entbindungszeitpunkt vorlegen
  • die Arbeitgeberin/den Arbeitgeber innerhalb der 4. Woche vor Beginn der Schutzfrist (in der Regel 8 Wochen vor der Entbindung) auf diese aufmerksam machen
  • die Arbeitgeberin/den Arbeitgeber im Falle einer vorzeitigen Beendigung der Schwangerschaft verständigen

Wird bei einer Kontrolluntersuchung ein geänderter Geburtstermin festgestellt, so wird empfohlen, die Arbeitgeberin/den Arbeitgeber darüber zu informieren.

Weitere Informationen zu den Themen "Mitteilungs- und Nachweispflichten" und "Beschäftigungsverbote – vor Entbindung" finden sich ebenfalls auf HELP.gv.at. 

Wochengeld beantragen

Das Wochengeld muss beim jeweiligen Krankenversicherungsträger beantragt werden. Dazu können die erforderlichen Unterlagen persönlich vorgelegt oder per Post übermittelt werden.

Folgende Unterlagen sind bei einem Antrag auf Wochengeld vor der Geburt erforderlich:

  • Arbeits- und Entgeltbestätigung für das Wochengeld oder
  • bei Bezug von Leistungen nach dem Arbeitslosenversicherungsgesetz (AlVG) – Arbeitslosengeld, Notstandshilfe – bzw. von Kinderbetreuungsgeld vor Beginn der achtwöchigen Schutzfrist: "Mitteilung über den Leistungsanspruch" (Bei Bezug einer Leistung nach dem Arbeitslosenversicherungsgesetz oder von Kinderbetreuungsgeld stellt die auszahlende Stelle die erforderliche "Mitteilung über den Leistungsanspruch" aus.)
  • Arztbestätigung über den voraussichtlichen Geburtstermin oder im Falle einer vorgezogenen Schutzfrist: Freistellungszeugnis
TIPP
Es ist ratsam, Kopien der Formblätter im Mutter-Kind-Pass anzufertigen, bevor die Originale an den zuständigen Krankenversicherungsträger geschickt werden.

Sollte der Antrag auf Wochengeld erst nach der Geburt erfolgen, sind zusätzlich folgende Unterlagen notwendig:

  • Geburtsurkunde des Kindes
  • bei Frühgeburt, Mehrlingsgeburt oder Kaiserschnittentbindung: Bescheinigung des Spitals
  • Aufenthaltsbestätigung über den Krankenhausaufenthalt

Ausführliche Informationen zum Thema "Wochengeld" finden sich ebenfalls auf HELP.gv.at.

Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen in der Schwangerschaft

Der Mutter-Kind-Pass wird an die schwangere Frau ausgehändigt, wenn im Rahmen einer ärztlichen Untersuchung eine Schwangerschaft festgestellt wird. Die erste Mutter-Kind-Pass-Untersuchung muss grundsätzlich

  • bis zum Ende der 16. Schwangerschaftswoche
  • bei einer Gynäkologin/einem Gynäkologen, einer Allgemeinmedizinerin/einem Allgemeinmediziner, in einem Ambulatorium oder bei einer Schwangerenberatungsstelle oder in der Ambulanz einer Entbindungsabteilung

erfolgen.

Für den Bezug von Kinderbetreuungsgeld müssen die fünf Untersuchungen während der Schwangerschaft und die fünf Untersuchungen in den ersten 14 Lebensmonaten des Kindes korrekt durchgeführt und nachgewiesen werden. Da die Nichtdurchführung einer Untersuchung (oder mehrerer Untersuchungen), verspätete Untersuchungen sowie das Unterlassen des Nachweises der Untersuchungen bei der Krankenkasse zu einer Halbierung des Kinderbetreuungsgeldes (je nach gewählter Leistungsart ab dem 25., 17., 13. oder 10. Lebensmonat) führen, sollten die Untersuchungen unbedingt in den vorgeschriebenen Zeiträumen durchgeführt werden.

Nur unter bestimmten Voraussetzungen ist eine Abweichung von den vorgeschriebenen Untersuchungsterminen möglich.

HINWEIS
Die Ultraschalluntersuchungen während der Schwangerschaft, die Hebammenberatung sowie die Hüftultraschalluntersuchungen und die sechste bis neunte Untersuchung des Kindes sind nicht Voraussetzung für die Weitergewährung des Kinderbetreuungsgeldes in voller Höhe.
Das Untersuchungsprogramm für Schwangere findet sich ebenfalls auf HELP.gv.at.
Stand: 01.03.2016
Hinweis .
Abgenommen durch:
Bundeskanzleramt – HELP-Redaktion

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