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Beihilfe zum pauschalen Kinderbetreuungsgeld – Beantragung

Allgemeine Informationen

Für Geburten ab 1. Jänner 2010 können einkommensschwache Bezieherinnen/einkommensschwache Bezieher einer der Pauschalvarianten des Kinderbetreuungsgeldes (KBG) zusätzlich eine Beihilfe zum pauschalen Kinderbetreuungsgeld beantragen.

Die Höhe der Beihilfe beträgt 6,06 Euro pro Tag. Das sind ca. 181 Euro pro Monat. Es besteht (wie beim Kinderbetreuungsgeld auch) die Möglichkeit zum Zuverdienst. Detaillierte Informationen zum Zuverdienst finden sich im Kapitel "Beihilfe – Zuverdienstmöglichkeiten".

Die Auszahlung der Beihilfe ist auf maximal zwölf Monate beschränkt. Der Beginn der Auszahlung kann frei gewählt werden. Der Bezug der Beihilfe endet spätestens mit dem Ende des Kinderbetreuungsgeldbezuges.

Voraussetzungen

Folgende Personengruppen haben, wenn sie ebenfalls einen Anspruch auf Auszahlung des pauschalen Kinderbetreuungsgeldes haben und einkommensschwach sind (also die Beihilfen-Zuverdienstgrenze nicht überschreiten) einen Anspruch auf Gewährung der Beihilfe zum pauschalen Kinderbetreuungsgeld:

  • Alleinerziehende, wenn sie eine verbindliche Erklärung abgeben, aus der hervorgeht, dass sie alleinstehend sind
HINWEIS
Als alleinstehend gelten Mütter/Väter, die ledig, geschieden oder verwitwet sind und in keiner Lebensgemeinschaft leben; weiters alleinstehende Mütter/Väter, deren getrennt von ihnen lebender Ehepartner/lebende Ehepartnerin nicht für den Unterhalt des Kindes sorgt.
  • Mütter und Väter, die verheiratet sind oder in einer Lebensgemeinschaft leben
  • Adoptiv-/Pflegeeltern unter den gleichen Voraussetzungen wie die vorgenannten Gruppen, während des Bezugs von pauschalem Kinderbetreuungsgeld

Fristen

Die Beihilfe zum pauschalen Kinderbetreuungsgeld kann frühestens gleichzeitig mit dem Kinderbetreuungsgeld beantragt werden. Die Auszahlung der Beihilfe ist auf maximal zwölf Monate beschränkt. Der Bezug der Beihilfe endet spätestens mit dem Ende des Kinderbetreuungsgeldbezuges.

ACHTUNG
Bezugsunterbrechungen jeglicher Art sowie ein abwechselnder Bezug durch beide Elternteile verlängern nicht den Bezug der Beihilfe. Bitte beachten Sie auch, dass die Beihilfe nicht gebührt, wenn das Kinderbetreuungsgeld wegen Wochengeldbezuges in voller Höhe ruht. Gegebenenfalls sollten Sie daher in Betracht ziehen, die Beihilfe erst ab Ende des Wochengeldbezuges zu beantragen.

Zuständige Stelle

Der Krankenversicherungsträger, bei dem Sie das Kinderbetreuungsgeld beantragen bzw. beantragt haben

Verfahrensablauf

Die Beihilfe zum pauschalen Kinderbetreuungsgeld müssen Sie bei der zuständigen Kinderbetreuungsgeldstelle beantragen. Die Antragstellung hat schriftlich zu erfolgen. Das Antragsformular erhalten Sie bei der zuständigen Stelle oder am Ende dieser Seite.

Das Antragsformular muss ausgefüllt und unterschrieben bei der zuständigen Stelle eingereicht werden.

Erforderliche Unterlagen

  • Kopie der Geburtsurkunde des Kindes
  • Bei einem alleinstehenden Elternteil: zusätzlich
    Kopie einer Urkunde, aus der die Personalien des anderen Elternteils hervorgehen, falls nicht bereits durch Geburtsurkunde abgedeckt (z.B. Urkunde über die Anerkennung der Vaterschaft, Scheidungsurkunde, Sterbeurkunde)
    Kann eine solche Urkunde nicht vorgelegt werden, muss eine Erklärung über die Personalien des anderen Elternteils abgegeben werden.

Kosten

Die Beantragung der Beihilfe zum pauschalen Kinderbetreuungsgeld ist kostenlos.

Zusätzliche Informationen

Sie können auch für bestimmte Monate auf die Beihilfe zum pauschalen Kinderbetreuungsgeld verzichten. Der mögliche Vorteil liegt darin, dass die im Verzichtszeitraum erzielten Einkünfte bei der Berechnung des jährlichen Zuverdienstes außer Acht gelassen werden.

Weitere Informationen zum Verzicht finden sich ebenfalls auf HELP.gv.at.

Rechtsgrundlagen

Kinderbetreuungsgeldgesetz (KBGG)

Zum Formular

Die Kinderbetreuungsgeldbroschüre, das Antragsformular etc. finden sich als Download auf den Seiten des Bundesministeriums für Familien und Jugend.

Stand: 25.01.2016
Hinweis .
Abgenommen durch:
Bundesministerium für Familien und Jugend

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