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Einkommensabhängiges Kinderbetreuungsgeld – Zuverdienstmöglichkeiten

Allgemeines

Da das einkommensabhängige Kinderbetreuungsgeld einen (teilweisen) Ersatz für das entfallende frühere Einkommen darstellt, ist ein Zuverdienst nur im Ausmaß von 6.400 Euro (ab dem Jahr 2014) pro Kalenderjahr (entspricht etwa der Geringfügigkeitsgrenze) möglich.

Berechnung des Zuverdienstes

Die Zuverdienstgrenze (von derzeit 6.400 Euro pro Kalenderjahr) ist weder ein Brutto- noch ein Nettobetrag. Der Zuverdienst während des Leistungsbezuges ist durch spezielle Berechnungsmethoden zu ermitteln (siehe Informationsblatt zum Kinderbetreuungsgeld und Kurzübersicht zur Zuverdienstgrenze). Aus diesen Berechnungsmethoden ergibt sich eine Art Aliquotierung der Zuverdienstgrenze bei nicht ganzjährigem Kinderbetreuungsgeldbezug. Zur vereinfachten Berechnung des Zuverdienstes können Sie den Online-Rechner des Bundesministeriums für Familien und Jugend nutzen. Der Bezug von Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung während des Bezuges des einkommensabhängigen Kinderbetreuungsgeldes ist nicht gestattet.

Rückforderung

Wird die jährliche Zuverdienstgrenze von 6.400 Euro (ab dem Jahr 2014) überschritten, ist nur jener Betrag zurückzuzahlen, um den die Zuverdienstgrenze überschritten wurde (sogenannte Einschleifregelung). Das restliche Kinderbetreuungsgeld muss hingegen nicht zurückgezahlt werden.

BEISPIEL
Im Jahr 2015 wird Kinderbetreuungsgeld in Höhe von 5.000 Euro bezogen. Für das Jahr 2015 ergibt sich ein Zuverdienst von 7.000 Euro. Es muss nicht der gesamte Betrag von 5.000 Euro zurückgezahlt werden, sondern nur 600 Euro (7.000 Euro minus 6.400 Euro).

Die Prüfung der Einkünfte erfolgt grundsätzlich im Nachhinein durch den Krankenversicherungsträger, sobald die erforderlichen Daten (beispielsweise vom Finanzamt) dafür zur Verfügung gestellt werden. Im Rahmen der Prüfung wird jedes Kalenderjahr gesondert betrachtet.

Verzicht

Um eine mögliche Überschreitung der Zuverdienstgrenze zu vermeiden, kann auf das Kinderbetreuungsgeld für eine bestimmte Zeit im Vorhinein für ganze Kalendermonate verzichtet werden.

Bitte berücksichtigen Sie jedoch vor Verzichtsabgabe die Einschleifregelung bei der Zuverdienstgrenze, wonach nicht das gesamte im Kalenderjahr bezogene Kinderbetreuungsgeld zurückzuzahlen ist, sondern nur jener Betrag, um den die Zuverdienstgrenze überschritten wird.

Nähere Informationen zur Abgabe der Verzichtserklärung finden sich ebenfalls auf HELP.gv.at.

Stand: 01.01.2016
Hinweis .
Abgenommen durch:
Bundesministerium für Familien und Jugend

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