Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen als Voraussetzung für die Weitergewährung von Kinderbetreuungsgeld für Geburten ab 1. März 2017

Die Höhe des Kinderbetreuungsgeldes (KBG) ist an die korrekte Durchführung und den Nachweis der ersten zehn Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen (fünf der Mutter während der Schwangerschaft und fünf des Kindes nach der Geburt) bei der Krankenkasse gekoppelt.

Die Ärztin/der Arzt trägt jede Untersuchung in den Mutter-Kind-Pass ein.

Bei der Antragstellung müssen die fünf Schwangerschaftsuntersuchungen und die erste Untersuchung des Kindes (in Kopie) nachgewiesen werden. Die restlichen Untersuchungen müssen bis zum 15. Lebensmonat des Kindes (ebenfalls in Kopie) nachgewiesen werden. 

Wird nur eine Untersuchung nicht rechtzeitig nachgewiesen, so werden vom Kinderbetreuungsgeld grundsätzlich 1.300 Euro abgezogen! Wenn beide Elternteile Kinderbetreuungsgeld beziehen, erfolgt der Abzug von 1.300 Euro bei jedem der Elternteile

Bei Mehrlingsgeburten müssen die Untersuchungen für jedes Kind extra nachgewiesen werden. 

Als Nachweis für die Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen dienen die drei Formblätter aus dem Mutter-Kind-Pass. Auf den Formblättern müssen alle Untersuchungen durch Stempel und Unterschrift der Ärztin/des Arztes bestätigt sein (auch die interne Untersuchung ist durchzuführen und durch Ärztin/Arzt zu bestätigen).

Der Mutter-Kind-Pass ist noch nicht an die neue Rechtslage angepasst, die ersten vier Untersuchungen des Kindes befinden sich auf einem Blatt, obwohl die erste Kindesuntersuchung bereits bei Antragstellung nachgewiesen werden muss.

Fertigen Sie eine Kopie der Nach­weisblätter an, aber belassen Sie die Originalblätter im Mutter-Kind-Pass. Die Krankenkasse behält sich vor, die Originale zu einem späteren Zeitpunkt abzuverlangen.

Untersuchungen im Ausland können anerkannt werden, wenn sie nach Art, Anzahl und Zeitpunkt exakt gleich sind, wie die österreichischen Untersuchungen. Geeignete ärztliche Bestätigungen, die das nachweisen, müssen vorgelegt werden. 

Kinderbetreuungsgeld für Selbstständige

Stand: 08.03.2017
Hinweis
Abgenommen durch:
Bundesministerium für Familien und Jugend
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