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Familienhospizkarenz-Härteausgleich

Allgemeine Informationen

Personen, die zum Zweck der Betreuung und Begleitung sterbender Angehöriger oder schwerst erkrankter Kinder eine Arbeitsfreistellung mit arbeits- und sozialrechtlicher Absicherung (Familienhospizkarenz) in Anspruch nehmen, können bei daraus entstehender finanzieller Notlage (Haushaltseinkommen einschließlich Pflegekarenzgeld unterschreitet den Grenzwert) während des Karenzierungszeitraums einen monatlichen Zuschuss aus dem Familienhospizkarenz-Härteausgleich erhalten.

Mit dem Zuschuss soll erreicht werden, dass im Einzelfall das gewichtete Durchschnittsnettoeinkommen auf 850 Euro monatlich pro Person angehoben wird. Die Höhe des monatlichen Zuschusses ist jedenfalls mit der Höhe des durch die Familienhospizkarenz weggefallenen Einkommens begrenzt.

Weitere Informationen zum Familienhospizkarenz-Härteausgleich erhalten Sie beim Familienservice unter der Telefonnummer 0800/240 262 (kostenlos aus ganz Österreich). Telefonische Beratung und kurzfristige Auskünfte über die voraussichtliche Höhe eines Zuschusses bekommen Sie bei der zuständigen Stelle.

Voraussetzungen

Es muss sich um eine Karenzierung unter vollständigem Entfall der Bezüge handeln. Die Antragstellerin/der Antragsteller darf über kein weiteres unselbstständiges Einkommen verfügen. Weiters muss das gewichtete Durchschnittsnettoeinkommen aller im gemeinsamen Haushalt lebenden Personen durch den Entfall der Bezüge unter 850 Euro monatlich pro Person liegen.

Das gewichtete Durchschnittsnettoeinkommen erhält man durch Division des Haushaltsnettoeinkommens durch den Haushaltsfaktor. Das Haushaltsnettoeinkommen ist die Summe der Nettoeinkommen aller Personen im Haushalt (inklusive Transferleistungen und Pflegekarenzgeld, jedoch ohne Familienbeihilfe, Kinderbetreuungsgeld, Wohnbeihilfe und Pflegegeld). Der Haushaltsfaktor ergibt sich aus der Anzahl und dem Alter der im Haushalt lebenden Personen.

TIPP
Telefonische Auskünfte bekommen Sie bei der zuständigen Stelle.

Zuständige Stelle

Das Bundesministerium für Familien und Jugend, Abteilung I/4, Familienhospizkarenz-Härteausgleich, Untere Donaustraße 13-15, 1020 Wien

HINWEIS
Die Antragstellung erfolgt im Postweg über das Sozialministeriumservice, Landesstelle Steiermark – die Adresse befindet sich auf dem Formular.
HINWEIS
Individuelle Beratung und Auskünfte über die voraussichtliche Höhe eines Zuschusses erhalten Sie telefonisch.

Verfahrensablauf

Bei Inanspruchnahme der Familienhospizkarenz sollten Sie eine schriftliche Vereinbarung mit der Dienstgeberin/dem Dienstgeber oder dem Arbeitsmarktservice (AMS) treffen.

Leistungen aus dem Familienhospizkarenz-Härteausgleich müssen Sie beantragen. Ein Antragsformular erhalten Sie am Ende dieser Seite, beim Arbeitsmarktservice oder eventuell auch bei Ihrer Dienstgeberin/Ihrem Dienstgeber.

Erforderliche Unterlagen

Nachweise des monatlichen Einkommens: z.B. durch Lohnzettel, Einkommensteuerbescheid, Pensionsbescheid, Mindestsicherungsbescheid, Pachtvertrag etc.

Die erforderlichen Unterlagen können Sie auch als Kopien einreichen.

Kosten

Die Beantragung des Familienhospizkarenz-Härteausgleichs ist kostenlos.

Zusätzliche Informationen

Rechtsgrundlagen

Zum Formular

Familienhospizkarenz-Härteausgleich – Antrag

Stand: 01.01.2016
Hinweis .
Abgenommen durch:
Bundesministerium für Familien und Jugend

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