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Taufe

Allgemeine Informationen

Im Allgemeinen erfolgt der Eintritt bzw. die Aufnahme in eine Religionsgemeinschaft im Rahmen einer Tauffeier bzw. durch einen feierlichen Akt in der jeweiligen Gemeinde.

Es werden folgende zwei Taufarten unterschieden:

  • Kindertaufe
  • Erwachsenentaufe

In den meisten Religionsgemeinschaften wird die Taufe üblicherweise im Säuglings- oder Kindesalter durchgeführt. Die Eltern können aber auch einen späteren als geeignet erscheinenden Zeitpunkt wählen. Bei Kindern, deren Elternteile unterschiedlichen Konfessionen angehören, können die Eltern entscheiden, in welcher Kirche bzw. nach welcher Konfession das Kind getauft werden soll.

In der Regel bestehen für eine Taufe folgende Voraussetzungen:

  • Bereitschaft der Gläubigen/des Gläubigen, die Glaubensgrundsätze anzuerkennen
  • Bereitschaft der Eltern, ihr Kind im Sinne der Religionsgemeinschaft zu erziehen
  • Eventuell die Zugehörigkeit mindestens eines Elternteils in der Religionsgemeinschaft
HINWEIS
Möchten Sie Ihr Kind bzw. sich selbst taufen lassen, erkundigen Sie sich bitte beim zuständigen Pfarramt bzw. Sekretariat der jeweiligen Religionsgemeinschaft, welche konkreten Voraussetzungen zu erfüllen sind, welche Dokumente für die Aufnahme in die Religionsgemeinschaft notwendig sind und ob Taufpatinnen/Taufpaten oder Zeuginnen/Zeugen vorgesehen sind.

Nach der Taufe wird dem Täufling in der Regel von der jeweiligen Religionsgemeinschaft eine Bestätigung (z.B. in christlichen Kirchen: der Taufschein) ausgestellt.

Voraussetzungen

Beispiel: Katholische Kirche (römisch-katholischer Ritus)

Taufpatinnen/Taufpaten müssen

  • Getauft und gefirmt sein und das heilige Sakrament der Eucharistie (Erstkommunion) empfangen haben
  • Katholisch sein (d.h. sie dürfen nicht aus der katholischen Kirche ausgetreten sein)
  • 16 Jahre alt sein
  • Ein Leben führen, das dem Glauben entspricht, und die christliche Erziehung des Patenkindes unterstützen

Taufpatinnen/Taufpaten müssen von den Eltern bzw. deren Vertreterinnen/deren Vertreter dazu bestimmt sein. Die Eltern des Täuflings können nicht Taufpatin/Taufpate sein. Grundsätzlich kann eine Taufe auch ohne Taufpatin/Taufpate stattfinden, dann muss aber mindestens ein Elternteil dem römisch-katholischen Glauben angehören. Es sind außerdem auch zwei Taufpatinnen/Taufpaten möglich.

ACHTUNG
Personen, die aus der Kirche ausgetreten sind, können nicht als Taufpatinnen/Taufpaten fungieren. Ein Kirchenaustritt der Eltern steht einer Taufe hingegen nicht im Wege.

Wenn der Täufling bereits älter als 14 Jahre ist, so ist ein Ansuchen beim erzbischöflichen Ordinariat erforderlich.

Zuständige Stelle

Beispiel: Katholische Kirche (römisch-katholischer Ritus)

Das Pfarramt, das für den Wohnort des Täuflings zuständig ist

HINWEIS
Die Taufe kann mit Tauferlaubnis der Wohnpfarre auch in einer anderen Pfarre stattfinden.

Erforderliche Unterlagen

Beispiel: Katholische Kirche (römisch-katholischer Ritus)

  • Bestätigung der Meldung des Täuflings und der Taufpatinnen/der Taufpaten
  • Geburtsurkunde des Täuflings
  • Taufscheine der Eltern
  • Die Eltern sind verheiratet:
  • Ein Elternteil ist nicht katholisch:
    • Schriftliche Einverständniserklärung zur katholischen Taufe und Kindeserziehung
  • Taufschein der Taufpatin/des Taufpaten bzw. der Taufpatinnen/der Taufpaten mit Firmungsbestätigung auf der Rückseite des Taufscheines
  • Die Taufpatin/der Taufpate ist verheiratet:
    • Kirchlicher Trauschein
Stand: 01.02.2016
Hinweis .
Abgenommen durch:
Bundeskanzleramt – HELP-Redaktion

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