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Unfälle auf Busreisen – Entschädigung und Unterstützung

Allgemeines

Bei Körperverletzung besteht jedenfalls Anspruch auf Entschädigung. Bei Tod eines Fahrgastes besteht Anspruch auf Entschädigung einschließlich der Begräbniskosten. Kommt es bei einem Unfall zu Verlust oder Beschädigung von Gepäck, besteht ebenfalls Anspruch auf Entschädigung. Beim Tod gilt das auch für Personen, denen gegenüber die verstorbene Person unterhaltspflichtig war/geworden wäre.

Die Höhe wird nach den nationalen Rechtsvorschriften berechnet. Die Höchstgrenzen für eine Entschädigung müssen jedoch mindestens 220.000 Euro je Fahrgast und 1.200 Euro je Gepäckstück betragen. Kommt es bei einem Unfall zur Beschädigung von Rollstühlen oder anderen Hilfsmitteln für Menschen mit Behinderung, muss die Entschädigung jedenfalls dem Wiederbeschaffungswert oder den Reparaturkosten entsprechen.

Der Beförderer ist verpflichtet, im Falle eines Unfalls Hilfe zu leisten und dabei auf die unmittelbaren praktischen Bedürfnisse der Fahrgäste Bedacht zu nehmen. Dies kann Unterbringung, Verpflegung, Kleidung, Beförderung und die Bereitstellung erster Hilfe umfassen.

Beschwerden/Durchsetzung von Ansprüchen

Grundsätzlich sind Beschwerden und Forderungen immer zuerst an das betroffene Unternehmen zu richten. Kann ein Beschwerdefall jedoch nicht mit dem Unternehmen selbst geregelt werden, besteht die Möglichkeit, sich an die Agentur für Passagier- und Fahrgastrechte zu wenden. Diese kann helfen, die Streitigkeit ohne Einschaltung eines Gerichts zu lösen. Kann ein Beschwerdefall nicht außergerichtlich geregelt werden, können Ansprüche auch vor Gericht eingeklagt werden.

Stand: 01.01.2016
Hinweis .
Abgenommen durch:
Bundeskanzleramt – HELP-Redaktion

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