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Unfälle auf See – Entschädigung und Unterstützung

Kommt es aufgrund eines Unfalls auf See zu einer Verletzung, so besteht Anspruch auf Entschädigung. Im Todesfall haben die unterhaltsberechtigten Angehörigen Anspruch auf Entschädigung.

Das Unternehmen muss auch für Gepäck, Fahrzeuge und andere Dinge entschädigen, die bei einem Unfall auf See verloren gehen oder beschädigt werden.

Kommt es bei einem Unfall zur Beschädigung von Rollstühlen oder anderen Hilfsmitteln für Menschen mit Behinderung, muss die Entschädigung jedenfalls dem Wiederbeschaffungswert oder den Reparaturkosten entsprechen.

Bei Verletzung oder Tod aufgrund folgender Ereignisse besteht Anspruch auf Vorschuss durch den Beförderer zur Deckung eines unmittelbaren Bedarfs:

  • Schiffbruch
  • Kentern
  • Zusammenstoß
  • Strandung des Schiffs
  • Explosion oder Brand am Schiff
  • Defekt des Schiffs

Geltendmachung des Anspruchs auf Entschädigung

Bei Schäden am Gepäck oder Verlust von Gepäcksstücken muss das Unternehmen bis allerspätestens innerhalb von 15 Tagen nach Ausschiffung bzw. Auslieferung des Gepäcks schriftlich darüber informiert werden. Andernfalls kann der Anspruch auf Entschädigung verloren gehen.

Beschwerden und Forderungen müssen grundsätzlich immer zuerst an das betroffene Unternehmen gerichtet werden. Kann ein Beschwerdefall jedoch nicht mit dem Unternehmen selbst geregelt werden, besteht die Möglichkeit, sich an die Agentur für Passagier- und Fahrgastrechte zu wenden. Diese kann in gewissen Fällen helfen, die Streitigkeit ohne Einschaltung eines Gerichts zu lösen. Kann ein Beschwerdefall nicht außergerichtlich geregelt werden, können Ansprüche auch vor Gericht eingeklagt werden.

Muss ein Gericht eingeschaltet werden, kann bei einem Gericht jenes Mitgliedstaats Klage eingereicht werden,

  • in dem das Beförderungsunternehmen seinen Hauptgeschäftssitz oder seine ständige Niederlassung hat oder
  • in dem der Abfahrt- oder der geplante Ankunftsort liegt oder
  • in dem die geschädigte Person ihren ständigen Wohnsitz hat – wenn das Unternehmen in diesem Land eine Niederlassung hat und unter die Gerichtsbarkeit dieses Landes fällt, oder
  • in dem der Reisevertrag abgeschlossen wurde - wenn das Unternehmen in diesem Land eine Niederlassung hat und unter die Gerichtsbarkeit dieses Landes fällt.
Stand: 01.01.2016
Hinweis .
Abgenommen durch:
Bundeskanzleramt – HELP-Redaktion

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